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Der
Hintergrund des Buffy Comic & die Geschichte nach der 7. Staffel
Buffy Staffel 8, darauf hat nicht nur die Fangemeinde nach der Ausstrahlung der
letzten Folge der 7.Staffel lange gehofft, sondern auch der Zuschauer von
nebenan, der mal zufällig bemerkte das hier eine verdammt gute Serie lief.
Auch neutrale Quellen betonten immer wieder, dass die Absetzung der Serie
große Wellen in den Buffy Fangemeinden schlug und die Trauer Jahre
nach der letzten Ausstrahlung den Hype von aktuellen Serien übertrifft.
Nur so lässt es sich erklären, dass die Serie in der USA und DE ständig wiederholt
wird, und Joss Whedon alles versuchte um das Buffyversum nicht aussterben zu
lassen. Sei es von Spin Offs mit Dawn oder Faith als Jägerin, Spike, Giles, etc.
Jeder Buffy Charakter war mindestens einmal im Gespräch.
Geholfen hat es recht wenig, auch wenn eine Serie mit Giles schon zu Buffy
Lebzeiten fix geplant war, kam neben der Serie Angel die dann auch abgesetzt
wurde nichts mehr zu Tage. Lediglich ein TV Film über Giles (Ripper) in 2009 darf
die Buffy Fangemeinde aufheitern. Es ist gut möglich das der ein oder andere
Film von Buffy eines Tages doch noch folgt, sofern der Comic Hype groß genug
ist.

So sieht das Titelbild von Band 1 aus.
Joss Whedon der Buffy Gründer und Mentalist für Mystery Serien ließ es sich dann
doch nicht nehmen die Serie fortzusetzen.
Er schrieb die Drehbücher zur 8 Staffel, welche er noch aus TV Zeiten im Kopf
hatte und ließ dies von Top Zeichnern ins Comic Format umsetzen.
Die Comics werden von Darkhorse produziert, und von Panini in deutscher Sprache
übersetzt.
Man darf sich in der Comic Fassung am gleichen Tiefgang der Story erfreuen, wie
es auch in der TV Serie der Fall war.
Der einzige Unterschied zwischen Zeichnung
und TV Serie, sind die leicht anders aussehenden Darsteller.
Den Comic bekommt man, seit Feb 08 in deutscher Sprache, als "Buffy Staffel
8" zu kaufen.
Neben Buffy hat Joss Whedon auch Angel als Serie in Comic Format fortgesetzt,
dies wurde allerdings nicht von "Darkhorse" sondern von "IDW" publiziert. Den
Unterschied erkennt man daran das jedes Angel Comic seinen eigenen Zeichenstil
hat, weil sich die Zeichner bei den Comics abwechseln.
Ein paar Comic Ausgaben von Angel sind sogar so gut gezeichnet, dass man es mit
Worten gar nicht umschreiben kann. Eine Beispiel könnt ihr hier sehen.
Spike Old Times (2005)
Durch den Kultstatus der Serie Buffy welche in Deutschland den gleichen Comic-Erfolg
feierte wie in den Staaten, gibt es auch den Angel Comic ab 2009 in deutscher Sprache.
Der Spiegel
Online schreibt dazu folgendes:
Im Fernsehen hat die kultisch verehrte Fantasy-Serie "Buffy the
Vampire Slayer" ausgespielt - als Comic noch längst nicht: Die
feministisch-jugendliche Dämonen- und Monsterjägerin ist wieder da.
Totgesagte leben länger, zumal wenn sie zuvor schon zweimal
gestorben sind. Aber die erneute Auferstehung von Joss Whedons
Teenagerheldin "Buffy the Vampire Slayer" verdient besonderes
Augenmerk, denn nach sieben TV-Staffeln kehrt die holzpfahlbewehrte
Ikone intelligenten Sturm und Drangs als Comicfigur zurück. Die
offiziell als achte Staffel annoncierte Heftreihe des US-Verlags
Dark Horse erscheint nun auch in deutscher Sprache; allemal Anlass
genug, die hohen Erwartungen seitens heißglühender Fans und
kulturtheoretischer Verehrer zu überprüfen und zurück in den
Höllenschlund der Geschichte zu blicken: Welcome back to the
Hellmouth.
Genau dort, am Anfang und Ende ihres Weges riss Buffy ein riesiges
Loch in die Erde und ein noch größeres in unsere Herzen: In der
allerletzten Szene der Serie stand die Titelheldin vor dem
klaffenden Abgrund, der mal ihre kalifornische Heimatstadt Sunnydale
war.
Hinter Buffy Anne Summers lag die jüngste und heftigste von vielen
Apokalypsen, die das einst gegen seinen Willen auserwählte Mädchen
im Lauf der Zeit überstehen musste, um sich endlich vom
fremdgesteuerten Schicksal einer einsamem Streiterin für das Gute
befreien zu können. Neben ihr standen überlebende Freunde und
Mitstreiter aus sieben Jahren Kampf gegen Monster, Dämonen und die
weitaus unberechenbareren Schrecken einer amerikanischen Jugend. Und
vor ihr lag eine ungewisse Zukunft, die sie schweigend mit einem
Lächeln begrüßte.
Mit Herz und Seele am Rand der Hölle
Für uns aber war dies der lange gefürchtete Moment des Abschieds vom
wohl Besten und Wahrhaftigsten, das die ansonsten reichlich bräsigen
Neunziger in Sachen dramatischer Popfiktion hervorgebracht hatten.
Das Finale ließ noch einmal – wie so oft – die Tränen rollen,
während man sich der maßgeblichen Motive und Charaktere im
“Buffyverse” erinnerte, das von 1997 bis 2003 zu atemberaubender
Größe expandierte und so rein gar nichts mit dem üblichen
Fantasy-Geschwurbel gemein hatte.
Und wäre er nicht ein ebenso charmanter wie überzeugter Atheist, man
hätte damals gerne die eine oder andere Kerze für Joss Whedon
angezündet. Als Erfinder und Chefautor von Buffy – das Wort Vater
verbietet sich schlichtweg im Zusammenhang mit diesem grandios
emanzipatorischen Projekt – befreite er seine revolutionäre
Schöpfung aus dem Orkus einer misslungenen Kinokomödie aus dem Jahr
1992 und führte sie im Fernsehen ihrer wahren Bestimmung zu: als
Weltenretterin allen Opferklischees zu trotzen, den Entrechteten
eine blitzgescheite Stimme zu geben und den Verhältnissen
metaphorisch und buchstäblich in den Hintern zu treten.
Ausgehend von der entwaffnend schlüssigen Prämisse, dass in der
Schule im wortwörtlichen Sinn die Hölle wartet und im Grunde jedes
Individuum, welches die Wirren der Adoleszenz durchleidet, ein Held
ist, schwang sich die Serie zu nie geahnten erzählerischen Höhen
auf.
Vampire und andere Latex-Visagen waren dabei letztlich nur
Spiegelungen der zwischenmenschlichen Konflikte, die das mutige
Stehaufmädchen Buffy und ihre Gang überstehen mussten. Ob nun die
bezaubernde Magierin Willow, die ihr lesbisches Coming-out erlebte,
Buffys steiflippiger Ausbilder Giles, ihre renitente Ziehschwester
Dawn oder der chronisch unterschätzte Normalo Xander - jede der
innig geliebten Figuren sprengte immer wieder das Rollenkorsett und
überraschte mit neuen Facetten.
How to pimp your Bildungsroman
Vertraut sind dagegen Ton und Look in “The Long Way Home”, der
ersten abgeschlossenen Episode der Comic-Fortsetzung. Autor Whedon
und Grafiker Georges Jeanty schließen unmittelbar an das Ende der
Realserie an und zeigen die Folgen von Buffys letztem Coup: Nachdem
sie zusammen mit Willow die patriarchale Ordnung ihrer eigenen
Mythologie ausgehebelt hat und nun statt einer Auserwählten über
tausend potenzielle Monsterjägerinnen die Erde bevölkern, sieht sich
Buffy mit einer neuen Herausforderung konfrontiert.
Denn ihre feministische Offensive ruft eine Reaktion auf den Plan,
die in Gestalt finsterer Generäle und eines maskierten
Schattenwesens mit dem schönen Namen Twilight gegen die
All-Girl-Armee antritt. Zudem droht die erlangte Macht die jungen
Slayer zu korrumpieren, so dass schon in den letzten TV-Staffeln
angelegte Themen wie Solidarität, Selbstbestimmung und die strittige
Definition von Heldentum zurück aufs Tableau gelangen.
Daneben gibt es etliche unerwartete Wiedersehen, Dawns exponentiell
gesteigertes hormonelles Erwachen und Buffys vieldiskutierte
Liebesnacht mit ihrer Slayer-Kollegin Satsu, also genügend Stoff für
cultural studies-Seminare und Nerd-Foren.
In früher Bestform präsentiert sich der Comic in der Folge “The
Chain”, die das anonyme Schicksal einer Doppelgängerin Buffys
beleuchtet. Whedon, der seit einigen Jahren auch für Marvels
“Astonishing X-Men” verantwortlich zeichnet und in Bälde auch die
pubertierenden “Runaways” des Verlags auf sein ureigenes
Bildungsromanniveau pimpen soll, hat offensichtlich weder seinen
Dialogwitz, noch seine spürbare Empathie für die Figuren verloren.
Dabei hält er sich ehern an seine selbst etablierten Grundsätze.
Denen zufolge ist es herzlich egal, wie fantastisch ein Szenario
ist, allein entscheidend ist dessen Erdung durch glaubwürdige
Psychologie und Moral. Und: There’s always consequences – die
Auswirkungen des eigenen Handelns holen Buffy und ihre Freunde immer
wieder ein.
Was würde Buffy tun?
Das waren und bleiben die singulären Qualitäten dieser großartigen
Erzählung: Selbst der absurd hohe body count mancher Episoden
bereitete nicht im geringsten auf die emotionalen Verheerungen vor,
die der natürliche Tod von Buffys Mutter auslöste. Und kein “Monster
of the Week” konnte je so viel Schaden anrichten, wie jene verirrte
Kugel, die Willows Freundin Tara das Leben nahm. So wie die Vampire
Angel – der später seine eigene Serie bekam – und Spike, die sich
beide hoffnungslos in ihre Gegnerin Buffy verliebten, hat Whedons
Opus der Herzensbildung eben das, was so vielen cleveren
Medienformaten fehlt: Seele.
Darum können Ignoranten auch gerne weiter von eskapistischem
Kinderkram faseln, der fühlende Rest der Welt hingegen fragt sich
endlich wieder: WWBD – What Would Buffy Do?
Spiegel Online: “Hölle auch, sie kämpft weiter!”
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